Huforthopädie

Unter Huforthopädie versteht man eine spezielle Form der Hufbearbeitung am unbeschlagenen Pferd.

Die huforthopädische Bearbeitung wird sowohl präventiv aber auch zur Behandlung von akuten und chronischen Leiden eingesetzt.

Probleme am Huf können sehr vielfältig sein. Dies von der Erkrankung direkt am Huf wie zum Beispiel Spaltenbildung, Hufrehe, Strahlfäulnis, bis hin zu Erkrankungen der gesamten Gliedmasse. Oft sind mehrere der erwähnten Problematiken übergreifend oder folgen aufeinander, so dass im Normalfall mit der huforthopädischen Arbeit nicht nur ein Symptom behandelt wird, sondern die Gesamtsituation der Gliedmassen verbessert werden kann. Hier gibt es für mich auch keine Lehre oder Regel einer bestimmten Hufbearbeitungsmethodik, sondern wird von Fall zu Fall individuell entschieden.

Mein gedanklicher Ansatz ist es den gesunden Huf als Grundstein für einen gesunden Bewegungsapparat des Pferdes vorauszusetzen, denn sehr viele Lahmheiten, und Erkrankungen des Stütz,- und Bewegungsapparates haben ihren Ursprung in Hufdeformationen. Deshalb lege ich jedem Pferdebesitzer ans Herz: Seit bemüht die Hufe schon ab dem Tag der Geburt gesund zu halten um damit das Wohlbefinden Eures Pferdes im Gesamten zu fördern und eventuelle Folgeerkrankungen, welche sich aus desolaten Hufzuständen ergeben können, zu vermeiden.

Barhufpflege

Bild Armin bei der Arbeit

Auch bei unproblematischen Hufen ist eine regelmässige und zielorientierte Barhufpflege ein Muss. Idealerweise alle 6 bis 8 Wochen.

Ein sauberes Ausschneiden sowie ein korrektes in Form und Winkelung bringen der Hufe, ist für ein schmerz,- und sorgenfreies Pferdeleben eine wichtige Voraussetzung.

Gerne berate ich Sie auch im Rahmen eines Pferdekaufs. Dem Pferd in’s Maul zu schauen allein reicht nicht aus – viel wichtiger sind die Hufe.

Umstellung von Eisen auf Barhuf

Bild Hufeisen

Die Umstellung von Eisen auf Barhuf ist keine Hexerei, dennoch sollte dieser Schritt nicht einfach aus einer Laune heraus getätigt werden, sondern fest eingeplant sein.

Nicht jedes Pferd fühlt sich mit der ungewohnten Situation gleich schnell gleich wohl. Dies natürlich hauptsächlich auf Grund seiner Hufqualität und seiner Halteform.

Seien Sie sich bewusst, dass Ihr Pferd die ersten zwei, drei Wochen nicht bewegt werden sollte, und im Anschluss ein step by step-Aufbau notwendig ist. Wählen Sie deshalb nicht eine für Sie reitintensive Zeit in welcher Sie nicht auf das im Sattel sitzen verzichten können.

Die erste Zeit ist Geduld, etwas Verzicht und viel Einfühlvermögen für ihr Pferd an erster Stelle – sind Sie bereit auf diese Punkte einzugehen, dann steht einer problemlosen Umstellung mit anschliessendem reiterlichen Höchstgefühl nichts mehr im Weg.